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Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe legt zu

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe legt zu
Deutschland und Welt: - Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe hat im Juni zugelegt. Saison- und kalenderbereinigt war der Eingang 4,1 Prozent höher als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Zum deutlichen Anstieg im Vormonatsvergleich haben Großaufträge wesentlich beigetragen.
Ohne die Berücksichtigung von diesen Aufträgen ergibt sich ein Anstieg um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Auftragseingang im Juni 2021 saison- und kalenderbereinigt 11,2 Prozent höher. Im Vergleich zum deutlich von der Pandemie beeinträchtigten Vorjahresmonat lag er kalenderbereinigt 26,2 Prozent höher. Die Aufträge aus dem Inland stiegen im Vergleich zum Vormonat um 9,6 Prozent. Auch das Inlandsergebnis wurde dabei sehr stark durch Großaufträge für Investitionsgüter beeinflusst. Die Auslandsaufträge erhöhten sich um 0,4 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 1,3 Prozent zu, die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 0,2 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang um 1,4 Prozent über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 6,8 Prozent, der ebenfalls von Großaufträgen beeinflusst war. Im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 1,1 Prozent. Für Mai 2021 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang um 3,2 Prozent gegenüber April (vorläufiger Wert: -3,7 Prozent). Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben saison- und kalenderbereinigt 1,4 Prozent niedriger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es kalenderbereinigt einen Anstieg um 8,6 Prozent. Im Vergleich zu Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Umsatz 6,7 Prozent niedriger. Die seit einigen Monaten zu beobachtende Tendenz eines Anstiegs der Auftragseingänge bei gleichzeitig stagnierenden Umsätzen dürfte unter anderem auf die in vielen Branchen berichteten Lieferengpässe von Vorprodukten zurückzuführen sein. Für Mai 2021 ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang des Umsatzes von 0,4 Prozent gegenüber April (vorläufiger Wert: -0,5 Prozent).

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