-

Corona: Wirtschaft macht sich für einheitliches Vorgehen stark

Corona: Wirtschaft macht sich für einheitliches Vorgehen stark
Vor dem Bund-Länder-Treffen zu weiteren Schritten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie macht sich die Wirtschaft für ein möglichst einheitliches Vorgehen und eine Ausweitung der Tests stark. Bundeskanzlerin Angela Merkel sollte sich mit den Ministerpräsidenten auf möglichst übersichtliche, einheitliche Regelungen einigen, statt "am bisherigen, leider nicht kleiner werdenden Flickenteppich festzuhalten", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Selbstverständlich müsse auch künftig auf unterschiedliche Pandemiesituationen vor Ort passgenau reagiert werden.
"Aber wir brauchen ein gemeinsames Grundverständnis von Bund und Ländern darüber, dass dies bundesweit möglichst einheitlich geschieht", sagte Wollseifer. "Hierfür könnte ein Ampel-System unter Umständen ein Ansatzpunkt sein, bei dem die jeweilige Signalfarbe überall zu annähernd gleichen Maßnahmen führt." Industriepräsident Dieter Kempf begrüßte die angekündigte Neuausrichtung der Teststrategien in Bund und Ländern, die eine Nutzung von Schnelltests vorsehen soll. "Angesichts wieder steigender Infektionszahlen gibt es keine Alternative zu einem umfassenden, schnelleren und zielgerichteten Testen", sagte Kempf. Er forderte Politik und Selbstverwaltung auf, für den Einsatz von Schnelltests auch in den ärztlichen Praxen die notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen, etwa für eine Vergütung des Arztes.
Zurück zur Liste