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Dax lässt geringfügig nach - Angst vor Folgen von Huthi-Angriffen

Dax lässt geringfügig nach - Angst vor Folgen von Huthi-Angriffen
Deutschland und Welt: - Zum Wochenausklang hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 16.555 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start im Plus rutschte der Dax am Nachmittag ins Minus. "Die Anleger trauten der 300-Punkte-Rally vom Jahrestief noch nicht über den Weg", kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets.
Positiv nehme der Markt allerdings zur Kenntnis, dass ein erneuter Regierungs-Shutdown in den USA abgewendet wurde. "Anleger können dieses Thema nun wieder bis Anfang März ausblenden, bevor die Frist der nächsten Übergangslösung wieder abläuft", so Oldenburger. "Ausblenden sollten Investoren dafür ein anderes Thema eher nicht. Mit dem zunehmenden Konflikt im und am Roten Meer steigen die Preise für Containerladungen rasend schnell an, da immer mehr Reedereien Umwege ihrer Schiffe einplanen müssen." Dies verursache nicht nur einen Anstieg der Transportkosten, sondern habe auch das Potenzial, die Inflation anzuheizen, fürchtet der Marktanalyst. "Wir sehen bereits die Auswirkungen für Spediteure von Rohstoffen, von Öl bis Gas und sogar Vieh. Der Verbraucher spürt den Effekt dagegen in der Regel mit einer Verzögerung von vier bis neun Monaten, sodass sich die Inflationsraten im zweiten Halbjahr wieder nach oben entwickeln und so die Notenbanken von deutlicheren Zinssenkungen abhalten könnten", sagte Oldenburger. "Zudem dürfte sich die militärische Eskalation des Konflikts auf den Ölpreis auswirken, der kurz davor ist dynamisch anzusteigen." Bis kurz vor Handelsschluss bildeten in Frankfurt die Papiere von Porsche und Commerzbank das Schlusslicht. An der Spitze der Dax-Liste standen hingegen die Aktien von RWE und Siemens Energy. Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Februar kostete 29 Euro und damit zwei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis stieg leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 79,17 US-Dollar, das waren sieben Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0884 US-Dollar (+0,11 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9188 Euro zu haben.