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Stiko-Chef klagt über Aktionismus

Stiko-Chef klagt über Aktionismus
Deutschland und Welt: - Stiko-Chef Thomas Mertens wirft der Politik vor, bei der Entscheidung, auch Kinder verstärkt zu impfen, vorschnell zu handeln. "Der Aktionismus in der Politik trägt sicher nicht zur Beruhigung der Menschen bei", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Es wisse nicht, warum die Politik so agiere.
"Für die Wahrnehmung in der Bevölkerung wäre es besser, wenn die Dinge etwas ruhiger und überlegter angegangen würden." Wegen des Endes der Sommerferien macht Mertens sich keine Sorgen: "Viele Berechnungen zeigen ja, dass der Unterricht an den Schulen gut zu händeln wäre, wenn man die bekannten Maßnahmen - dazu gehören unter anderem das Maskentragen, das Lüften und der Einbau von Luftfiltern - umsetzen würde." Man dürfe nicht vergessen, dass 9,1 Millionen Kinder vor dem zwölften Lebensjahr gar nicht impfbar seien. Deshalb brauche man ein Maßnahmenpaket, um die Schulen sicher betreiben zu können, sagte Mertens. "Das ist die Ansicht der Stiko und die Ansicht aller pädiatrisch-medizinischen Fachgesellschaften: Wir brauchen vielfältige Maßnahmen, um den Schulalltag sicherzustellen", so der Mediziner. Die Aussage, dass das nur durch Impfungen möglich ist, sei nicht korrekt.